Immobilienfinanzierung planen


Immobilienfinanzierungen gehören zu den größten wirtschaftlichen Herausforderungen, denen sich Menschen im Laufe ihres Lebens stellen. Beträge über mehrere hunderttausend Euro werden über Zeiträume von bis zu 35 Jahren getilgt.

Aufgrund der Tragweite einer Hypothekenfinanzierung ist eine professionelle und optimal auf die individuellen Belange abgestimmte Finanzierungsplanung unerlässlich. Schon kleine Fehler können Vermögensschäden im fünfstelligen Bereich nach sich ziehen. Gravierende Fehler stellen sogar ein ernsthaftes Risiko für die wirtschaftliche Existenz dar.

Der Finanzierungsplaner muss im Vorfeld einer Immobilienfinanzierung festlegen, wie groß der bestehende Kapitalbedarf ist und welche monatliche Belastung zu tragen ist. Daraus ergibt sich die Laufzeit, innerhalb derer das Darlehen zurückbezahlt werden kann.

Immobilienkredite können variabel verzinst oder mit einer Zinsfestschreibung ausgestattet werden. Bei variabel verzinsten Darlehen kann sich der Zinssatz im Zeitverlauf ändern. Maßgeblich ist die Entwicklung der Zinsen am Kapitalmarkt. Steigen diese, steigt der auch der Kreditzins et vice versa.

Eine variable Verzinsung birgt deshalb Chancen und Risiken. Sie eignet sich insbesondere dann, wenn das Zinsniveau am Kapitalmarkt gemessen am historischen Durchschnitt hoch ist. Dann nämlich besteht die Möglichkeit, von später sinkenden Zinsen zu profitieren.

Wird ein Immobilienkredit in einer Niedrigzinsphase aufgenommen, ist eine Zinsfestschreibung empfehlenswert. Sie fixiert den Zinssatz für einen bestimmten Zeitraum oder auch die gesamte Darlehenslaufzeit und sichert den Kreditnehmer damit gegen steigende Finanzierungskosten ab. Für die Zinsfestschreibung ist ein Aufschlag auf den Zinssatz in Kauf zu nehmen, der umso höher ausfällt, je länger die Bindung gilt.

Der Finanzierungsplaner sollte bei seinen Überlegungen unbedingt berücksichtigen, dass Darlehen mit Zinsfestschreibung erstmals nach 10 Jahren gekündigt werden können (Ausnahme: Die mit dem Kredit finanzierte Immobilie wird verkauft), wenn im Darlehensvertrag keine abweichende Regeleung getroffen wird.

Deshalb ist es wichtig, beim Vergleich verschiedener Angebote nicht nur den effektiven Jahreszins, sondern darüber hinaus auch die Möglichkeit kostenfreier Sondertilgungen und vorzeitiger Rückzahlungen zu berücksichtigen.

Der Finanzierungsplaner sollte zudem prüfen, ob Möglichkeiten für die Inanspruchnahme staatlicher Förderungen bestehen. Insbesondere Darlehensprogramme des bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau sollten in Betracht gezogen werden.

Kategorie: Finanzierungen richtig planen